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Berlin Cricket Club

The number one in Berlin

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Cricket vor dem Aus in Berlin - Olympiapark versetzt Multikulti Todesstoß. Drucken E-Mail

Berlin Cricket Club Mitglieder sind tief entsetzt - der einzige Cricketanlage der Stadt wurde letzte Woche von den Olympiapark Stadionleitung ohne jegliche Konsultation mit BCC auseinander gerissen und entfernt. Die Spiele für diese Saison sind jetzt gefährdet.

(Fotos: A. Wood)

Cricket wird seit mehr als 40 Jahren auf dem Körnerplatz am Berliner Olympiastadion gespielt. Die britische Armee hat den Platz angelegt und bei ihrem Abzug sichergestellt, dass er weiterhin für den Cricketsport zur Verfügung steht. Bis zur vergangenen Woche stellte der Cricketplatz eine lebendige Brücke zum alliierten Erbe Berlins dar.

Berlin verfügt über eine wachsende Cricketszene mit Spielern aus allen Ländern, in denen Cricket Volkssport ist. Beinahe jeden Samstag und Sonntag werden von April bis September Spiele ausgetragen. Das Berliner Cricket Komitee organisiert zwei Ligen mit neun Vereinen. Der Berlin Cricket Club hat 2010 die vom Deutschen Cricket Bund organisierte Deutsche Meisterschaft errungen. Damit haben Berliner Mannschaften vier der letzten sechs Meistertitel gewonnen.

Cricket ist der Multi-kulti Sport schlechthin. An jedem Sommerwochenende genießen Spieler und ihre Familien aus der Türkei, Indien, Pakistan, Sri Lanka, Australien, Neuseeland, Afghanistan, England und selbstverständlich Deutschland ein Spiel, das Völkerverständigung und Kulturaustausch in einer Stadt fördert, die so sehr auf ihre Vielfalt hält.

Die Verwaltung des Olympiaparks unternehmen den Versuch, den Zugang zum Gelände zu beschränken und Eintritt zu verlangen. Dies und nicht die nach 40 Jahren erstmals vorgetragenen Sicherheitsbedenken stecken hinter der Schließung des Körnerplatzes für den Cricketsport. Es ist traurig, dass eine Sportstätte, die so tief in der Geschichte der Stadt verwurzelt ist und zur Attraktivität der Stadt in Cricketländern ist, der kurzsichtigen Profitgier geopfert werden soll.

Martin Haynes, Vorsitzender des Berlin Cricket Club: "Das ist einfach „not cricket“. Zu einem Zeitpunkt, da in Deutschland die Debatte um den Multikulturalismus verschärft geführt wird, ist die Entscheidung, eine Sportart zu zerstören, die Hunderten von Berlinern aus aller Welt Freude bereitet, ein Desaster. Die Entscheidung wurde hinter verschlossener Tür getroffen. Es gab keinerlei Gelegenheit für Dialog, Beratung oder Vorbereitung."

"Berliner und Sportfreunde aus ganz Deutschland sind aufgerufen, sich uns darin anzuschließen, Widerstand gegen diese Entscheidung zu leisten und stattdessen den Multikulturalismus in Berlin zu fördern."

Ashwin Prakash, Mitglied des Berlin Cricket Club (Deutschen Meister 2010) und jüngst in die deutsche Nationalmannschaft berufen, zeigte sich von der Nachricht tief betroffen: "Als Volkssport in vielen Ländern wie Indien, England, Pakistan, Neuseeland und Südafrika war Cricket auf dem Körnerplatz ein zentraler Bezugspunkt der multikulturellen Gemeinschaft in Berlin. Ich finde es äußerst grausam, dass unser geliebter und einziger Cricketplatz am Vorabend des Weltmeisterschaftsfinales aufgerissen wurde."

Für weitere Infos, inklusiv Interviews, kontaktieren Sie bitte unser Vorsitzender, Martin Haynes.

 
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